Hörens auf zum Hirnwichsen, fangens an zu tun!

Schatzkiste meiner Lebenserkenntnisse

Das ist einer meiner Lieblingssätze. Ich stand wieder mal vor dem Punkt, meinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Das Problem: Ich hatte alle Möglichkeiten dieser Welt. Wofür soll ich mich bloß entscheiden? Nach Scheibbs ziehen. Zu meiner großen Liebe, die ein kleines Kind hat. Oder doch einen anderen Weg einschlagen. Richtung Westen gehen. In die Berge. Ich hatte lange die Vorstellung, im Westen (wo das auch immer ist) Heimatgefühl zu finden. Dazu kam mein Wunsch, beruflich etwas ganz anderes zu machen. Dieser Wunsch poppte in regelmäßigen Abständen immer wieder auf.

Ich hatte das Gefühl, ich stand vor einer Wegkreuzung mit hundert verschiedenen Möglichkeiten.

Mir stand alles offen. Ich konnte alles machen, was ich wollte. Das Problem: Zu viele Optionen!

Ich hatte Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.

Woher soll ich wissen, welche Ausbildung für mich die Richtige ist? Ich hatte schon immer das Gefühl "für irgendwas bestimmt zu sein". Aber wofür? Was ist meine Aufgabe im Leben? Warum bin ich da? Was sind meine Talente und Begabungen? Es muss doch irgendwas geben, das ich besonders gut kann! Ich begab mich auf die Suche und begann zu recherchieren. Ausbildungen, die mir Spaß machen würden. Wo sie stattfinden, wie lange sie dauern, ob berufsbegleitend oder Vollzeit, was sie kosten. Irgendwann hatte ich eine ultraumfassende Excel-Liste beisammen. Alle Ausbildungsmöglichkeiten samt Fakten und Zahlen fein säuberlich zusammengetragen. Voller Stolz und Freude ging ich zu einem Bildungsberater. In der Annahme und Hoffnung, er sagt mir was das Beste für mich ist. Welche Richtung ich einschlagen soll. Ich breitete die Excel-Liste vor ihm aus und erklärte ihm alles. Er hörte geduldig zu und sagte dann einen Satz zu mir:

Frau Gloss, hören’s endlich auf zum Hirnwichsen und fangen’s an zu tun.

Wam. Bang. Das hat gesessen! Ich packte meine Sachen zusammen, ging nach Hause und fing an zu tun.

Ich habe mich für eine Richtung entschieden. Zum Diplomlehrgang Entspannungstrainer. Von da an blieb kein Stein auf dem anderen. Die Ausbildung hat mich begeistert. Ich habe viele Dinge über mich gelernt. Im Vordergrund standen nicht Job, Karriere oder Geldverdienen. Es ging um die Sache. Ich hatte Freude an den Themen. Ich verschlang Bücher. Übte stundenlang Übungen. Ich wollte alles zu Entspannung, Stress, Gehirnforschung und Psychologie wissen. Kein Anfang und kein Ende. Pure Leidenschaft und Begeisterung.

Eine kraftvolle Entscheidung zu treffen hat mein ganzes System, das über Jahre steckengeblieben ist, wieder zum Laufen gebracht.

Meine Energien wurden freigesetzt. Ich spürte Lebensfreude. Ich spürte am eigenen Leib, welche wunderbaren Dinge passieren, wenn man eine Entscheidung trifft. Ich habe daraus gelernt. Den Mut und das Vertrauen entwickelt, immer öfters und leichter Entscheidungen zu treffen. Kleine Entscheidungen, große Entscheidungen, private, berufliche, alltägliche. Hauptsache: Tun! Nicht steckenbleiben. Vorwärts gehen. Mit Freude!

Ich habe gelernt, dass im Gehen neue Wege entstehen. Sich neue Möglichkeiten auftun. Die vorher nicht da waren, ich nicht planen oder erahnen konnte. Meist tausend Mal Schöneres als gedacht. Und ich erkannte:

Richtig gute Entscheidungen kommen aus meinem Innersten. Passen zu meinen Werten. Fühlen sich gut, hell und warm an. Erfreuen mich, wenn ich daran denke. Geben mir Energie.

Tool: Dein nächster Schritt

Wenn du Lust hast, lade dir dieses Tool herunter. Es hilft dir, wenn du vor Entscheidungen stehst.

Gute Entscheidungen triffst du auf Basis von 3 Parametern

  1. Den Fakten für und gegen die Optionen (rationaler Verstand). Achtung: Unterscheide zwischen Fakten und Vermutungen. Vermutungen sind Befürchtungen bzw. Hoffnungen, die du bei den Optionen hast.
  2. Deinem Bauchgefühl. Körpersignale wie Druck in der Brust, Kloß im Hals, plötzlich verspannter Nacken, Ziehen im Bauch. Diese Signale sagen uns: Tu es oder lass es. Sie sind blitzschnell und treten auf, noch bevor unser Verstand sich einklinkt und die Sitaution analysiert.
  3. Deinen Werten. Zum Beispiel Familie, Gesundheit, Lebendigkeit, Freiheit, Selbstverwirklichung, Respekt. Sie helfen dir, gute Entscheidungen zu treffen. Nämlich auf Basis von dem, was dir wirklich wichtig ist. Wofür du brennst. Es lohnt sich, deine Top 7 Werte zu kennen. Wofür brennst du? Was ist dir wirklich wichtig? Was bereichert dein Leben?


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